Zur langen Nacht der Museen nutzten eine Menge Leute die Chance uns einmal nach Feierabend zu besuchen. Teilweise waren es so viel, dass wir noch mehr Stühle herausstellten. Wer oder was stecken eigentlich hinter dem Haus Brandenburg?
„Schon immer einmal wollten wir wissen, was es hier gibt und vorbeikommen“ wurde uns an diesem Abend oft gesagt. Nun konnten die Fragen ausführlich in unserer Ausstellung beantwortet werden.
Reichlich Andrang erfuhren wir zu unseren Vorträgen. Der Ortschronist Manfred Hunger referierte zu Beginn der Veranstaltung über die Entstehungsgeschichte des Ortes Neu-Lebus in der Neumark. Wer mehr über den Ort erfahren möchte, kann gern Kontakt zu uns aufnehmen. Nach dem Vortrag durfte noch in den historischen Schulakten von Neu-Lebus vorsichtig geblättert werden – diese stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden im alten Pfarrhaus gefunden. Ein Glücksfall sagt Herr Hunger, dass diese erhalten geblieben sind. Sie wurden zur Bewahrung dem Haus Brandenburg übergeben. Die originalen Akten, mit Unterschrift, erhaltenen Siegeln und in alter preußischer Fadenbindung, dokumentieren das Zeitalter und das amtliche Geschehen rund um das Schulleben im Ort. Beeindruckend und ehrfurchtsvoll wirken diese, Herr Hunger hat sie sogar transkribiert.
Anschließend stellte unser Praktikant, Herr Kumpf, einen Bestand aus unserem Archiv vor. Dieser Bestand ist eine akribische Forschungsarbeit und dokumentiert alle Orte des Sternberger Lands in der Neumark bis einschließlich 1945. Herr Kumpf erläuterte dabei exemplarisch die Geschichte des Ortes Schermeisel im Rahmen der NS-Zeit und beleuchtete hierbei die Themen Zwangsarbeit, Flucht und Evakuierung. Hierbei bezog er die Zuhörer und Zuhörerinnen mit ein und so entstand ein reger Wissensaustausch.
All die vielen Fragen und das Interesse an Geschichte veranlasste uns dann doch noch, mit der Gruppe eine kleine Führung durch unser Haus zu machen und einen Einblick ins Archiv und die Bibliothek zu ermöglichen. Viele Fragen und Überlegungen wurden ausgetauscht, und somit ein Einstieg in die historische Materie, die unser Haus bietet, ermöglicht. Wir freuen uns über jeden, der bei uns nachforschen möchte!






