Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ lud der Deutsche Bibliotheksverband in diesem Jahr erstmalig deutschlandweit alle Bürger ein die verschiedensten Bibliotheken und ihre Angebote (neu) zu entdecken.
Auch unsere wissenschaftliche Spezialbibliothek nutzte den Aktionstag am 04.04.2025 um ihre Bekanntheit, gerade auch in Fürstenwalde und den anliegenden Orten, zu vergrößern. Von 17-21 Uhr bot sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten ein spielerisches Kennenlernen unserer besonderen Medien sowie einen „Bücherflohmarkt“. Die Veranstaltung trug den Namen „Zeitreise – historische Bestände entdecken“.
Die Besucher wurden in vier eigens erstellten Spielen aktiv, die sich alle um den Vergleich „früher – heute“ drehten.
Als Einstieg in das Thema unseres Hauses, die Geschichte der Neumark, konnten sie versuchen an einem Zeitstrahl verschiedene Ereignisse in der Region richtig anzuordnen und Hintergründe darüber erfahren.
In einem anderen Spiel konnten sie üben alten Gebäuden der Region ihre heutige Erscheinung im Stadtbild zuzuordnen und nebenbei etwas über deren Geschichte lernen. Ähnlich funktionierte auch ein Spiel, das für noch mehr Kopfzerbrechen sorgte: alte Hand- und Druckschriften, die Postkarten oder Druckwerken unserer Sammlung entstammten, z.B. in Sütterlin- und Kurrentschrift, sollten den computergeschriebenen, transkribierten Texten zugeordnet werden.

Im Lesesaal der Bibliothek selbst standen Verbrechen in früherer Zeit im Mittelpunkt. Dort konnte man anhand von Ausgaben des frühen 19. Jahrhunderts der „Amts-Blätter der Königlichen Preußischen Regierung zu Franktfurth a. O.“ Spannendes über Straftaten und kriminelle Persönlichkeiten von vor 200 Jahren erfahren. Diese lebhaften Zeugnisse ließen ein Bild der verschiedenen Gesellschaftsschichten und deren Nöten zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts vor dem inneren Auge entstehen.



Sehr beliebt war auch wieder das große Buchangebot mit antiquarischer Literatur im Vortragssaal. Die hier ausgestellten Medien wurden entweder im Rahmen der Umstrukturierung aus dem Bestand aussortiert oder entstammten Schenkungen, die nicht in unser Sammelgebiet passten.
Nicht zuletzt der Austausch zwischen erfahrenen Heimat-, jungen Familienforschern und den Mitarbeiterinnen der Stiftung stellt eine große Bereicherung für alle Seiten da und belebte auch diesen Abend.
Die deutschlandweite Nacht der Bibliotheken soll nun voraussichtlich alle 2 Jahre stattfinden. Die Erfahrungen, die bei dieser ersten Veranstaltung gesammelt werden konnten, motivieren beim nächsten Mal wieder teilzunehmen und mit verstärkten Werbemaßnahmen ein noch größeres Publikum zu erreichen.




